{"id":825,"date":"2020-07-16T20:35:56","date_gmt":"2020-07-16T20:35:56","guid":{"rendered":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=825"},"modified":"2021-09-30T08:38:22","modified_gmt":"2021-09-30T08:38:22","slug":"eberhard-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=825","title":{"rendered":"Eberhard"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"MsoBodyText\">Eberhard Carl Siegismund von Rothkirch und Panthen (1.431), Mitgr\u00fcnder und erster Pr\u00e4sident des Christlichen Vereins Junger M\u00e4nner, (CVJM) in Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoHeading8\"><em>\u201eJesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\">Dieses Wort aus dem Neuen Testament (Hebr\u00e4erbrief, Kap.13, Vers 8) stand auf dem Grabkreuz aus schlesischem Granit, das, seinem Wunsch entsprechend, auf dem Familienfriedhof unter den alten Linden neben der kleinen Kirche in Gro\u00df Schottgau errichtet worden war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Am Nachmittag des 19. Dezember war Eberhard dort beigesetzt worden im Beisein seiner Geschwister, seiner Verwandten und Freunde, vieler Mitglieder des von ihm gegr\u00fcndeten CVJM-Breslau, einer gro\u00dfen Zahl von Schottgauer Einwohnern und des Musikkorps seines fr\u00fcheren Truppenteils, des Hirschberger J\u00e4ger-Bataillons. Er war am Freitag, dem 15. Dezember 1911 in seiner Berliner Wohnung im Hospiz des CVJM in der Wilhelmstra\u00dfe 34 still und ganz unerwartet gegen 11 Uhr, im Alter von 59 Jahren, heimgegangen (Ulrich v. Hassel, Eberhard von Rothkirch, Berlin 1912, S. 264, 265).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Eberhard wurde am 3.August 1852 in Gro\u00df-Schottgau geboren, als dritter Sohn und viertes Kind von Oskar Siegesmund von Rothkirch und Panthen (1.403) und dessen Ehefrau Helene geb. von Rosenberg (a.d.H. Puditsch, Kreis Trebnitz in Schlesien).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Nach der Erziehung im Elternhaus und der Ritterakademie in Liegnitz trat er 1869 in das J\u00e4ger-Bataillon Nr. 5 in Hirschberg im Riesengebirge ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Als 18j\u00e4hriger Oberj\u00e4ger zog er mit seinem Bataillon in den deutsch-franz\u00f6sischen Krieg, der mit der Kriegserkl\u00e4rung Frankreichs an Preu\u00dfen am 15.Juli 1870 begonnen hatte. Kurz vor Kriegsende wurde er bei Sedan, im Bois de Garenne, schwer verwundet. Sein rechtes Bein mu\u00dfte amputiert werden. Die Bef\u00f6rderung zum Leutnant und die Verleihung des Eisernen Kreuzes konnten ihn nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass seine Offizierslaufbahn damit zu Ende war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Nach langer, schmerzreicher Genesungszeit &#8211; sein Vater hatte ihn aus Frankreich nach Schlesien heimgeholt &#8211; begann er im Jahr 1875 mit dem Studium der Forstwissenschaft. 1878, nach Abschlu\u00df desselben, fand er an der K\u00f6niglichen Hofkammer zu Berlin als forstlicher Hilfsarbeiter Anstellung, konnte aufgrund seiner Behinderung jedoch nur B\u00fcrodienst tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">1882 wurde Eberhard zum Forstmeister ernannt. In dieser Zeit lernte er in Berlin den in der christlichen Jungm\u00e4nner-Mission t\u00e4tigen Deutsch-Amerikaner <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_von_Schl\u00fcmbach\" target=\"_blank\">Friedrich von Schl\u00fcmbach<\/a> kennen. Mit diesem und seinem Freund <a href=\"https:\/\/www.wikizero.com\/de\/Eduard_von_P\u00fcckler\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Graf Eduard von P\u00fcckler<\/a> gr\u00fcndete er am 22. Januar 1883 den Christlichen Verein Junger M\u00e4nner als den ersten CVJM in Deutschland und wurde dessen erster Pr\u00e4sident. In den folgenden Jahren wuchs mit dem CVJM Berlin der Einflu\u00df dieser Bewegung in Deutschland und weitere Christliche Vereine Junger M\u00e4nner entstanden in den L\u00e4ndern des Deutschen Reiches. Eberhard von Rothkirch ging ganz in dieser Missionsarbeit auf und ,,von Jahr zu Jahr wurde ihm klarer, da\u00df sie das Werk seines Lebens\u201c war (U. von Hassel a.a.O. S. 121 ff.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Im Oktober 1885 konnte das neuerbaute Vereinshaus in Berlin, Wilhelmstra\u00dfe 34, in Anwesenheit der Kaiserin eingeweiht werden. Eberhard fand in dem auf dem gleichen Grundst\u00fcck stehenden Hospiz seine Wohnung in zwei kleinen Zimmern des Erdgeschosses, mit Fensterblick \u00fcber den Garten auf das neue Vereinshaus. \u201dIn ihnen hat er bis zum letzten Augenblick seines Lebens gewohnt. Welcher Segen ist von diesem sehr bescheidenen Wohnzimmer in dieser Zeit ausgegangen! Jeder, der Rothkirch in diesem Zimmer besuchte &#8211; und es sind Tausende gewesen, die das getan haben &#8211; hat das erfahren. Nicht mit Unrecht hat <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Le_Seur\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pastor Paul le Seur<\/a> ihn <em>einen<\/em> <em>der gesegnetsten Seelsorger <\/em>genannt<em>, die unserer evangelischen Kirche je geschenkt worden sind<\/em> (U.v. Hassel a.a.O.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\">1998 wurde in Berlin eine Eberhard-von-Rothkirch-Stiftung errichtet, zu der es 2018 auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.cvjm-berlin.de\/news?action=view_one_article&amp;article_id=24\" target=\"_blank\">Seite des CVJM Berlin<\/a> hei\u00dft: <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nach wie vor unterst\u00fctzt die Stiftung laut Satzung Vorhaben von Vereinen, die christliche Jugendarbeit und Jugendhilfe sowie christliche Bildung und Erziehung f\u00f6rdern. Insbesondere sollen Vorhaben von CVJM Vereinen in Ostdeutschland gef\u00f6rdert werden, die Mitglied in der AG der CVJM Deutschlands sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Alleine in den vergangenen drei Jahren konnten ca. 65.000,00 \u20ac aus den Ertr\u00e4gen des Stiftungsverm\u00f6gens an bis zu elf Vereine ausgegeben werden. Wir hoffen, dass diese M\u00f6glichkeit auch in Zukunft erhalten bleibt und CVJM Vereine in Ostdeutschland diese Chance zur Unterst\u00fctzung ihrer christlichen Jugendarbeit nutzen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eberhard Carl Siegismund von Rothkirch und Panthen (1.431), Mitgr\u00fcnder und erster Pr\u00e4sident des Christlichen Vereins Junger M\u00e4nner, (CVJM) in Berlin. \u201eJesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit\u201c Dieses Wort aus dem Neuen Testament (Hebr\u00e4erbrief, Kap.13, Vers 8) stand auf dem Grabkreuz aus schlesischem Granit, das, seinem Wunsch entsprechend, auf dem Familienfriedhof unter &hellip; <a href=\"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=825\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Eberhard<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":899,"parent":89,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/825"}],"collection":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=825"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":905,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/825\/revisions\/905"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/89"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/899"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}