{"id":811,"date":"2020-07-16T20:17:15","date_gmt":"2020-07-16T20:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=811"},"modified":"2020-07-17T13:45:49","modified_gmt":"2020-07-17T13:45:49","slug":"mathilda-wilhelmina","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=811","title":{"rendered":"Mathilda Wilhelmina"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"660\" height=\"756\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize.jpg?resize=660%2C756&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-835\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize-scaled.jpg?resize=894%2C1024&amp;ssl=1 894w, https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize-scaled.jpg?resize=262%2C300&amp;ssl=1 262w, https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize-scaled.jpg?resize=768%2C880&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize-scaled.jpg?resize=1341%2C1536&amp;ssl=1 1341w, https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize-scaled.jpg?resize=1788%2C2048&amp;ssl=1 1788w, https:\/\/i0.wp.com\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/10722035_fullsize-scaled.jpg?w=1980&amp;ssl=1 1980w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"MsoList2CxSpFirst\">Mathilda Wilhelmina Freiin Rotkirch (II.301)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">Nach einer Biographie von Helene Westermarck. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">(Gek\u00fcrzte \u00dcbersetzung aus dem Schwedischen.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Mathilda Rotkirch war Finnlands erste Kunstmalerin. Als der finnische Kunstverein 1846 mit dem Ziel gegr\u00fcndet wurde, die bei uns erst erwachende Kunst zu f\u00f6rdern und zu st\u00fctzen, hatte Mathilda Rotkich ihren Pinsel, den sie mit so gro\u00dfer Begeisterung aufgenommen hatte, schon f\u00fcr immer aus der Hand gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Damals gab es nicht viele M\u00e4nner, die Kunst f\u00fcr sich als Beruf ansahen. F\u00fcr eine Frau war es undenkbar, sich mit Zeichenstift und Pinsel anders als dilettantisch zu besch\u00e4ftigen. Da Mathilda Rotkirch aber schon fr\u00fch Talent zum Zeichnen und Malen zeigte, fand sie bald innerhalb der Familie Sympathie und Ermunterung, ihr Talent, an welchem sie ebenso, wie ihr Familienkreis Freude hatte, zu entwickeln, ohne dass es gleich als Beruf angesehen zu werden brauchte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Sie hatte, wenn auch unbewu\u00dft, ihre eigene Kunstauffassung, die sich w\u00e4hrend ihrer fortlaufenden Studien weiter entwickelte, wie Briefe und Tagebuch-Aufzeichnungen von ihr beweisen. W\u00e4hrend ihrer Stockholmer Studienzeit lernte sie die schwedische Malerin Sophie Adlersparre kennen. Der Umgang mit dieser etwas \u00e4lteren Freundin best\u00e4rkte sie in der Meinung, da\u00df die Malkunst auch f\u00fcr Frauen zum Beruf werden k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Mathilda wurde, als Tochter des Oberlandesgerichtsrates in Wasa, Freiherr Carl Fredrik Rotkirch und dessen Ehefrau Augusta Frederika Elisabeth Aminoff, am 28. Juli 1813 auf Stensb\u00f6le, dem Fideikommissbesitz ihres Vaters, geboren. Dort lebte sie bis zu ihrem vierten Lebensjahr, als die Familie in das Oberlandesgerichtsgeb\u00e4ude nach Wasa zog, wo sie im Geschwisterkreis heranwuchs. Sie mu\u00df eine sehr sch\u00f6ne Frau gewesen sein, wie ein Vermerk auf der R\u00fcckseite ihres von R.W. Ekeman gemalten Portaits, das in Stensb\u00f6le h\u00e4ngt, zeigt: \u201eDoch nicht so h\u00fcbsch wie das Orginal zu Lebzeiten war.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Als Mathilda 1833 die Kunstschule in Stockholm besuchte, waren J.G. Sandberg und dessen Sch\u00fcler R.W. Ekeman ihre Lehrer. Im Herbst 1836 nach dem Tod ihres Vaters siedelte ihre Mutter mit ihren T\u00f6chtern Mathilda und Therese nach Stockholm \u00fcber. Mathilda nahm ihre Studien unter F\u00fchrung Sandbergs und Ekemans wieder auf und malte, wahrscheinlich nach einer Miniatur von Le Moine, ein Portrait ihres Vaters. L\u00e4ngere Zeit arbeitete sie wieder mit ihrer Freundin Sophie Adlersparre zusammen, bis sie mit ihrer Mutter nach Abo zur\u00fcckkehrte. Sie mu\u00dfte sich wegen ihres Hustens in \u00e4rztliche Behandlung begeben. Auch auf den Rat des Arztes hin folgte sie der Einladung ihrer Verwandten Aminoff, als deren Begleiterin mit gen S\u00fcden zu reisen. So erlebte sie Neapel, Venedig, Florenz und Paris, an welch letzteren Orten sie mehrere Monate verbrachte. Sichtbares Resultat dieses Aufenthaltes sind 4 im Louvre entstandene Kopien, die sie in fast vier Wochen vollendete. Nicht mehr gesund, aber gl\u00fccklich, wieder zu Haus zu sein, kehrte sie am 11. Mai 1841 zur\u00fcck. Zehn Monate sp\u00e4ter starb sie, 28 Jahre alt, in Abo. Ihre Asche wurde sp\u00e4ter auf N\u00e4sebacken bei Borg\u00e4 beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Ihre hohe Wertsch\u00e4tzung auch als K\u00fcnstlerin geht aus vielen zeitgen\u00f6ssischen Nachrufen hervor: ihr fr\u00fcher Tod sei ein Verlust f\u00fcr die einheimische, d\u00e4mmernde Kunst. Ihre Bilder seien ausgezeichnet, &#8222;von korrekter Zeichnung und \u00e4u\u00dferst sch\u00f6nen Farben, warm wie ein Sommertag und mild wie ihre zum ewigen Licht geflohene Seele. Sie lassen das gro\u00dfe Talent erkennen, das sie mit jeder neuen Arbeit der Meisterschaft n\u00e4her f\u00fchrte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mathilda hat w\u00e4hrend ihrer Reise durch Deutschland, Frankreich und Italien in den Jahren 1840\/41 ein Reisetagebuch verfasst, das in der von Brigitte v. Witzleben \u00fcbersetzten Fassung <a href=\"https:\/\/rot-h-kirch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Matilda.pdf\">hier als PDF vollst\u00e4ndig heruntergeladen werden kann. <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mathilda Wilhelmina Freiin Rotkirch (II.301) Nach einer Biographie von Helene Westermarck. (Gek\u00fcrzte \u00dcbersetzung aus dem Schwedischen.) Mathilda Rotkirch war Finnlands erste Kunstmalerin. 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