{"id":808,"date":"2020-07-16T19:54:47","date_gmt":"2020-07-16T19:54:47","guid":{"rendered":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=808"},"modified":"2022-06-23T09:20:34","modified_gmt":"2022-06-23T09:20:34","slug":"leonhard-joseph","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=808","title":{"rendered":"Leonhard Joseph"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"MsoBodyText\">Leonhard Joseph Graf von Rothkirch und Panthen (1.332), General\u2011Quartiermeister (Generalstabs-Chef) der k.k. \u00f6sterreichischen Armee von 1835 bis 1841.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\"><em>&#8222;Die Koriph\u00e4en der \u00f6sterreichischen Armee, welche gegen das leuchtende Meteor des Jahrhunderts, von seinem Aufgange in Korsika bis zum Niedergang auf St.Helena, muthig gek\u00e4mpft, haben sich m\u00e4chtig gelichtet. Zwar gr\u00fcnt der Baum des Ruhmes, um den sich Osterreichs Lorbeeren schlingen, ewig fort; aber die Bl\u00e4tter haben gewechselt. Es ist heilige Pflicht der Zeitgenossen, die abgefallenen aufzulesen, und sie in der Urne der Erinnerung ehrend und dankbar f\u00fcr die Nachwelt aufzubewahren.&#8220;<\/em>(1)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Leonhard Joseph, am 6.November 1773 in Pahrendorf in Ungarn geboren, war der dritte Sohn Johann Leopold Balthasar Freiherrn von Rothkirch und Panthens (1.291) und dessen Gemahlin Maria Elisabeth geb. Freiin von Wallbrunn zu Parthenheim a.d.H. Meistersdorf. Sein Vater &#8222;trat, nachdem im vorigen Jahrhundert Schlesien an Preu\u00dfen gefallen war, nebst seinen Br\u00fcdern, aus alter Anh\u00e4nglichkeit an das angestammte Regentenhaus, in \u00f6sterreichische Kriegsdienste, in denen er im Jahre 1784 als Major starb.\u201c(2) Wie sein \u00e4lterer Bruder Leopold (1.331) wurde er in der k.k. Militairakademie zu Wiener-Neustadt erzogen und trat am 9. 0ktober 1791 als Fahnencadett in das Linien-Infanterie-Regiment Graf Strassoldo, Nr.27, welches damals in Graz in Garnison lag, ein. Bald machten Rothkirch\u2019s ausgezeichnete Eigenschaften, seine vielseitige Verwendbarkeit, sowie sein ernstes, gesetztes Wesen den einflussreichen M\u00e4nnern in der Armee werth.(3)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Am 16.Juni 1795 wurde er als Oberleutnant in den General-Quartiermeisterstab (Generalstab) versetzt. In den folgenden Jahren als Front-und Generalstabs-Offizier bew\u00e4hrt, wurde Leonhard am 7.August 1813 zum Oberst bef\u00f6rdert und Chef des Generalquartiermeister-Stabes des Korps Graf Klenau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">In der Schlacht bei Leipzig, 16.-18.0ktober 1813, zeichnete er sich wiederum durch Umsicht und Tapferkeit aus und erhielt den Maria Theresien-Orden durch kaiserliches Handschreiben vom 30. 0ktober 1813.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">\u201dUnterm 22.Januar 1826 erhob Kaiser Franz I. ihn und seinen Bruder Leopold in den erblichen Grafenstand. 1830 wurde er nach Wien berufen und ihm die Leitung der Gesch\u00e4fte des General-Quartiermeister-Stabes \u00fcbertragen. W\u00e4hrend der beinahe 10j\u00e4hrigen Dauer derselben erfolgte am 16.Januar 1832 seine Bef\u00f6rderung zum Feldmarschall-Leutnant und 1834 die Verleihung der Inhaberw\u00fcrde des 12. Infanterie-Regiments. Auch wurde er 1835 zum Beweis der besonderen kaiserlichen Gnade zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt.\u201c(4)<br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\">(1) W.v.Gebler, \u00d6sterreichische milit\u00e4r. Zeitschr., Heft 5, Wien 1844, S.2. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\">(2) Valerius Frh. v. Rothkirch, STAMMBUCH DES GESCHLECHTS VON ROTHKiRCH, S. 65 ff. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\">(3) W. v. Gebler, a.a.O. S.2.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">Am 15.August 1840 erfolgte seine Ernennung zum Kommandierenden General in Illyrien, Inner-\u00d6sterreich und Tirol.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">Am 2I.Mai 1811 hatte Leonhard in Panthenau, Kreis Liegnitz in SchlesienFreiin Juliane Charlotte von Rothkirch und Trach (1.335) a.d.H. Panthenau-B\u00e4rsdorf geheiratet. Er hatte sie in Bad Landeck in Schlesien kennen gelernt, wo er sich zur Pflege seiner Wunden aufhielt. Der Ehe entsprossen drei T\u00f6chter und zwei S\u00f6hne. Die Ehen beider S\u00f6hne blieben leider kinderlos, soda\u00df mit ihnen die Panthener Linie der Familie von Rothkirch mit Lothar Aurelio Carl Leopold Graf von Rothkirch und Panthen (1.374), dem j\u00fcngeren Sohn Leonhards, Ende des 19. Jahrhunderts erlosch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">Leonhard Joseph starb am 10. Juni 1842, nachts 11 Uhr in Wien und wurde dort begraben. Der Friedhof besteht nicht mehr; wohl aber wurde zu Ehren Leonhards im heute 12. Bezirk Wiens eine Stra\u00dfe nach ihm benannt, die noch heute \u201cRothkirch-Gasse\u201c hei\u00dft. &#8211; Leonhards Frau starb am 28.April 1872 in Graz und wurde dort beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">Leonhard war auch poetisch begabt. Er schrieb zwei Trauerspiele und eine Reihe von Gedichten. Ein Teil davon wurde von seinen Kindern 1848 bei Carl Gerold in Wien herausgegeben. Der Gedichtband kann <a href=\"https:\/\/www.google.de\/books\/edition\/Gedichte\/AqIyAQAAMAAJ?hl=de&amp;gbpv=1&amp;dq=Leonhard+von+Rothkirch&amp;printsec=frontcover\">hier<\/a> komplett nachgelesen werden. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent2\">Bruchst\u00fccke seiner lyrischen und dramatischen Dichtungen befinden sich in Friedrich Schlegels Museum und Hormayr\u2019s Archiv f\u00fcr Geschichte in Wien.(1)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\">(1) Valerius Frh.v.Rothkirch, STAMMBUCH DES GESCHLECHTS VON ROTHKIRCH, S. 68. vergl. Auch Burgenl\u00e4ndische Heimatbl\u00e4tter, Band III, 1934, S. 93.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leonhard Joseph Graf von Rothkirch und Panthen (1.332), General\u2011Quartiermeister (Generalstabs-Chef) der k.k. \u00f6sterreichischen Armee von 1835 bis 1841. &#8222;Die Koriph\u00e4en der \u00f6sterreichischen Armee, welche gegen das leuchtende Meteor des Jahrhunderts, von seinem Aufgange in Korsika bis zum Niedergang auf St.Helena, muthig gek\u00e4mpft, haben sich m\u00e4chtig gelichtet. 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