{"id":775,"date":"2020-07-14T21:40:23","date_gmt":"2020-07-14T21:40:23","guid":{"rendered":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=775"},"modified":"2020-07-17T22:05:44","modified_gmt":"2020-07-17T22:05:44","slug":"wolf-l-87","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=775","title":{"rendered":"Wolf"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"MsoListCxSpFirst\"><strong>Wolf (Wolfgang) von Rothkirch (I.87)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoListCxSpMiddle\">Gr\u00fcnder der Familienstiftung und der seit 1620 alle 3 Jahre stattfindenden Familientage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">\u201eSein Andenken wird in Ehren gehalten werden, solange der alte Rothkirch-Stamm noch e i n gr\u00fcnes Blatt treibt,\u201c schreibt Valerius Freiherr von Rothkirch und Panthen (1.407) in seinem <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=_PWSXlnk4qUC&amp;dq=von%20Rothkirch&amp;hl=de&amp;pg=PA114#v=onepage&amp;q=von%20Rothkirch&amp;f=false\" target=\"_blank\">STAMMBUCH DES GESCHLECHTS VON ROTHKIRCH<\/a> (s. dort S.44) und f\u00e4hrt fort: \u201eDas sch\u00f6nste Denkmal hat Wolf sich durch seine beiden Stiftungen errichtet, deren Wohltaten die Familie noch heute genie\u00dft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Wolf wurde am 25. August 1573 in Wolfsdorf bei Goldberg in Schlesien geboren. Sein Vater, Friedrich (1.42), war der Besitzer von Wolfsdorf und von Panthen bei Liegnitz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Nach dem Schulbesuch zu Goldberg und dem Studium an den Universit\u00e4ten Leipzig und Heidelberg unternahm Wolf Studienreisen nach D\u00e4nemark, Flandern, Frankreich, England, der Schweiz, Italien, Ungarn und B\u00f6hmen. Erst 1598 kehrte er nach Schlesien zur\u00fcck und \u00fcbernahm die v\u00e4terlichen Besitzungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Am 7. Oktober 1604 verm\u00e4hlte er sich mit Helene von Peterswald a.d.H. Schwenkfeld. Die Ehe blieb kinderlos. &#8211; 1613 ernannte ihn Herzog Georg Rudolf von Liegnitz, dessen Rat Wolf schon war, zum Landeshauptmann des Liegnitzer F\u00fcrstentums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Wolf, der am 1. Dezember 1619, erst 46 Jahre alt, starb hatte in seinem Testament vom 17. Februar 1613 bestimmt, da\u00df von dem auf 45.000 Taler festgesetzten Kaufpreis f\u00fcr das Gut Panthen 20.000 Taler vorweg abgezogen werden sollten zu gleichen Teilen zugunsten einer Stiftung f\u00fcr die Lateinschule in Goldberg und f\u00fcr die Familie derer von Rothkirch. Sein \u201eadeliches Geschlecht\u201c sollte dieses Geld \u201ezum Besten f\u00fcr Kirchen und Schulen\u201c anwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Die j\u00e4hrlichen Zinsen der 10.000 Taler f\u00fcr die Goldberger Lateinschule sollten dieser zugeschlagen \u201eund hiervon ein communis mensa, so viel als nach Gelegenheit dieser Summe geschehen kann, aufgerichtet werden\u201c, wobei \u201edie Scholaren w\u00f6chentlich dem Oeconomo auch von dem Ihrigen etwas, wie wenig das auch sein m\u00f6chte, dazu geben\u201c sollten (Valerius Frh.v.R. Stammbuch, S. 189 ff.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Die j\u00e4hrlichen Zinsen von den \u00fcbrigen 10.000 Talern sollten \u201eeinem meiner Vettern, so zum Studium t\u00fcchtig und dazu Lust und Liebe tr\u00fcge\u201c zur Verf\u00fcgung stehen; und zwar f\u00fcr den, der auf \u201eParticularschulen, wo es auch sein m\u00f6chte, studiren w\u00fcrde, (doch dass er allemahlen von der Goldberg\u2019schen Schule den Anfang nehme und darinnen solange continuire, bis er zum fructu in anderweit verschickt werden k\u00f6nnte) j\u00e4hrlich 200 Thaler\u201c (Valerius a.a.O. S. 189).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoList\">F\u00fcr den \u201eanderen aber, so auf Universit\u00e4ten, sie w\u00e4ren in oder ausserhalb Deutschlands, studiorum causa sich befinden m\u00f6chte, sollten j\u00e4hrlich 400 Thaler geliefert und gegeben werden\u201c (Valerius a.a.0. S.189).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">F\u00fcr den Fall, da\u00df \u201eKeine meines Geschlechtes, Namens und Wappens vorhanden\u201c seien, \u201eso zum Studium qualificiret, noch Lust und Liebe h\u00e4tten\u201c, sollten die entsprechenden Zinsen \u201enothleidenden Freunden vom Geschlecht, auch armen und betagten Wittfrauen und Jungfrauen&#8230;oder einer armen ehrliebenden Freundin\u201c vom Geschlecht \u201eein m\u00e4ssiges Heirathsgut\u201c gegeben, oder auch \u201earmen ritterm\u00e4ssigen Blutsverwandten, so in Kriegswesen und fremden Landen sich etwas ehrliches zu versuchen gemeinet, etwas Hilfe suppedidiret werden\u201c (Valerius a.a.O. S. 189).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Die letzte Entscheidung \u00fcber die Verwendung jener 20.000 TalerStiftung soll \u201eI.F.G. oder auch das Geschlecht derer von Rothkirch Macht haben und das allein in favorem familiae angesehene beneficium zur Erhaltung armer Freunde von dem Geschlechte und aus der Sippzahl transferiren\u201c (Valerius a.a.0. S. 190).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">In seinem Testament hatte Wolf weiter bestimmt, da\u00df \u00fcber die Vergabe der Stiftungsgelder alle 3 Jahre auf einem Geschlechtstage entschieden werden sollte. Diese Geschlechtstage, sp\u00e4ter Familientage genannt, fanden in den entsprechenden Zeitr\u00e4umen bis zum Zweiten Weltkrieg statt. Sie wurden nach dem Verlust der Heimat Schlesien Anfang der 50er Jahre wieder aufgenommen und bis heute alle 3 Jahre gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyTextFirstIndent\">Die aus dem verbliebenen Stiftungs-Kapital errichteten Rothkirch\u2019schen Freistellen an der Ritterakademie zu Liegnitz und entsprechende Unterst\u00fctzungszahlungen konnten ebenfalls bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs erhalten und geleistet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolf (Wolfgang) von Rothkirch (I.87) Gr\u00fcnder der Familienstiftung und der seit 1620 alle 3 Jahre stattfindenden Familientage. \u201eSein Andenken wird in Ehren gehalten werden, solange der alte Rothkirch-Stamm noch e i n gr\u00fcnes Blatt treibt,\u201c schreibt Valerius Freiherr von Rothkirch und Panthen (1.407) in seinem STAMMBUCH DES GESCHLECHTS VON ROTHKIRCH (s. dort S.44) und f\u00e4hrt &hellip; <a href=\"https:\/\/rot-h-kirch.de\/?page_id=775\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Wolf<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":89,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/775"}],"collection":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=775"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/775\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":859,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/775\/revisions\/859"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/89"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rot-h-kirch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}